Unsere Leistungen | Geothermie
Das Gutachten des Geologischen Landesamtes in Freiburg zeigt auf, dass die Struktur des Buntsandsteins die Nutzung der Geowärme des Aquifers zulässt, und damit ein Teil der fossilen Energieträger substituiert werden kann. Die Planung wurde durch den Gemeinderat der Stadt Bruchsal beschlossen, das Geothermieprojekt war geboren! Aufgrund grundlegend geänderter Rahmenbedingungen gegenüber 1979 (niedriges Energiepreisniveau) und fehlender Zuschusszusagen stimmte der Gemeinderat im Mai 1990 einer vorläufigen Stilllegung des Projekts zu. Er gab aber gleichzeitig die Absichtserklärung ab, dass eine Nutzung, sobald sie technisch und wirtschaft möglich sei, zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werde. Bis zu diesem Zeitpunkt waren in das Projekt insgesamt rd. 8,1 Mio. EUR investiert worden, zwei Dritten davon Zuschüsse der EG und des Bundes/Landes Baden-Württemberg. Die Reaktivierung des Projekts erfolgte 2002.
Gründe hierfür waren einerseits das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches eine Einspeisevergütung für Strom aus Geowärme garantiert und andererseits eine Zuschusszusage des Bundesmininsteriums für Wirtschaft (BMWi). Die anschließenden Zirkulationsversuche verliefen viel versprechend. So war es gelungen, die Förderrate auf knapp 30 l/sec bei einem Temperaturniveau von rd. 120°C zu erhöhen. Diese Betriebszahlen ließen je nach Anlagentechnik eine voraussichtliche Stromerzeugung im Leistungsbereich von bis zu rd. 500 kWh zu.
Zwischenzeitlich wurde der Auftrag zum Bau eines Kraftwerks auf Geothermiebasis an die Firma Siemens vergeben. Die Anlage arbeitet nach dem KALINA-Cycle-Prinzip. Die Fertigstellung und die Aufnahme des Probebetriebs ist für 2008 geplant. Das insgesamt erforderliche Investitionsvolumen beträgt einschließlich der Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft, der Verlegung der erforderlichen Verbindungsleitungen und der Beschaffung der Stromerzeugungsanlage rd. 9,8 Mio. EUR. Ziel der anschließenden Bohrungen war es, den Aquifer im Buntsandstein zu erkunden und zu erschließen. Danach erfolgten die ersten Pumpversuche mit ermutigenden Ergebnissen. Die Federführung für das Geothermieprojekt obliegt dem Geschäftsführer der ewb, Dipl.-Kfm. Peter Solberg
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